Die Kunst des Wartens – muss ich auch immer wieder lernen

Neulich hatte ich mich mit einem Freund zu einer Wanderung in der Eifel verabredet. Vom Bonner Bahnhof wollten wir mit dem Zug starten und nach der Wanderung von einem anderen Bahnhof wieder zurückfahren.

Und ich musste einige Zeit auf meinen Freund warten.

Ich hasse warten. Ich versuche selbst immer pünktlich zu sein und mag es nicht, mich zu verspäten.. Es mag ja Unterschiede geben, ob es um den Abflug eines Charterfliegers geht oder „nur“ um einen gemeinsamen Museumsbesuch.

Aber er kommt nicht… Minuten vergehen. Weiterlesen

Burn-Out, Krise ohne Hoffnung oder dankbare Chance?

Ich beende in diesem Tagen gerade die achte Ausbildung zum/zur Burn-Out-BeraterIn, die ich seit Jahren in Kooperation mit einer Heilpraktikerschule anbiete. Anstoß, hier im Blog über das Thema zu schreiben.

Burn-Out ist seit einigen Jahren in aller Munde. Stern, Spiegel, Zeit; Fernsehen, Radio und das Internet berichteten in den vergangenen Jahren immer wieder ausführlich vom verstärkten Auftauchen dieses Erschöpfungszustandes, es scheint die neue Volkskrankheit Nr. 1 zu sein.

Lange Zeit seit der Einführung des Begriffes durch den amerikanischen Arzt Herbert J. Freudenberger im Jahr 1974 galt Burn-Out als ein Phänomen, das nur in bestimmten sozialen Berufsgruppen wie Ärzten und Pflegekräften oder bei Managern auftaucht.

Doch mittlerweile zeigt sich; es gibt zwar eine Häufung bei bestimmten Berufsgruppen, aber es kann im Grunde jeden treffen: Prominente wie den wie den Skispringer Sven Hannawald, den Sänger des Popduos Rosenstolz Peter Plate und die Politikerin und Professorin Miriam Meckel, den Fußballtrainer Ralf Ranknick und auch eine/n Selbständige/n, einen unbekannten Büroboten am Ende der beruflichen Hierarchie Weiterlesen

Zwei Gastbeiträge zur Burn-Out-Prävention

Im Rahmen der letzten Ausbildung zum/r Burn-Out-BeraterIn, die ich an der Paracelsus-Heilpraktikerschule in Koblenz geleitet habe, gab es eine Hausaufgabe an die Teilnehmenden, ihre eigenen Prioritätenliste zur Burn-Out-Prävention zu erarbeiten. Bildet diese doch nicht nur eine Richtschnur für das eigene Leben und Arbeiten, sondern auch eine Basis für die professionelle Beratungs- und Coachingarbeit zum Thema Burn-Out.

Burn-Out-Grafik Foto

Heute möchte ich Ihnen als Gastbeitrag die Arbeiten von zwei Kolleginnen vorstellen.  Weiterlesen

Um 8 Uhr wollten sie kommen… oder „Überlegen Sie, wie Sie einen Fluss überqueren, erst dann, wenn Sie am Fluss angekommen sind!“

Um 8 Uhr morgens wollten sie kommen, die Maler, um Fenster sowie die Haus- und Terrassentür von außen zu streichen. Ich möchte doch bitte schon mal alles freiräumen von den Fensterbänken und vor den Fenstern. „Alles“ meint 5 Räume, 1 WC und 2 Bäder, die Dachgeschossräume hatten zum Glück erst vor ein paar Jahren neue Fenster gekriegt.

Morgens 7.30 Uhr, meine Tochter bricht zur Schule auf. Draußen regnet es derweil immer mal wieder, es fisselt, wie man hier im Rheinland sagt.

„Alles frei räumen“ erinnere ich mich… Wäre also jetzt dran. Ich zögere.
Na, wer weiß, ob sie pünktlich sind, sie bei dem Wetter arbeiten können oder ob sie überhaupt kommen. Beim ersten Termin zum Abschätzen  Weiterlesen

Gönne dich Dir selbst…

Bernhard von Clairvaux war der Lehrer des Papstes Eugen III.  Dieser war durch sein Amt dermaßen im Stress, dass ihm sein alter Lehrer und Freund diesen Brief geschrieben hat. Beide haben im zwölften (!) Jahrhundert gelebt. Vielleicht kennen Sie diese Zeilen ja schon, Sie sind oft zitiert worden. Dennoch möchte ich sie heute auch hier veröffentlichen.

Gönne dich dir selbst

 „Wo soll ich anfangen? Am besten bei deinen zahlreichen Beschäftigungen. Denn ihretwegen habe ich am meisten Mitleid mit dir.

 Ich fürchte, dass du, eingekeilt in deine zahlreichen Beschäftigungen keinen Ausweg mehr siehst und deshalb deine Stirn verhärtest. Dass du dich nach und nach des Gespürs für einen Weiterlesen

Ich möchte gut für mich sorgen

Vor einigen Tagen habe ich an einer Heilpraktikerschule, an der ich verschiedene Ausbildungen und Seminare anbiete, am Tag der offenen Tür ein Stunde über das Thema „Gut für mich sorgen“ gesprochen. Das ist auch mein Seminarthema über vier Tage im Rahmen der Sommerakademie im Juli.

Das Thema „Gut für mich sorgen“ ist meines Erachtens ein Grosses. Und deshalb möchte ich es auch zum Thema dieses Blog-Beitrages machen. Gut für sich zu sorgen bestimmt meines Erachtens wesentlich über das eigene Glück und die Zufriedenheit.

Je mehr ich darüber nachgedacht und mich eingearbeitet habe, um so vielfältiger wuchs die Landschaft dazu und ums mehr Querverbindungen fand ich zwischen einzelnen Punkten.

In welchen Bereichen brauchen wir das, gut für uns zu sorgen? Ich habe fünf Felder abgesteckt, Weiterlesen

Was passiert eigentlich genau bei Stress in unserem Körper?

Warum wir uns bei Stress aufregen und wie wir uns wieder abreagieren können.

Wir alle haben schon unterschiedliche Erfahrungen mit Stress und unseren körperlichen Reaktionen darauf gemacht. Stress meint hier, ein Reiz von außen wie ein Geräusch, ein Konflikt oder eine Störung in meinem geplanten Ablauf. Der Mensch versucht dann durch seine Reaktion und möglicherweise eine Veränderung seines Verhaltens eine angemessene Antwort zu geben. Ziel ist dabei aus unserem jetzigen Blickwinkel eine gesunde Balance von Anspannung und Entspannung zu erreichen. Wenn uns das gut gelingt, ist das ein wichtiger Baustein zur Zufriedenheit.

Gelingt das nur schlecht oder über eine längere Dauer gar nicht, sind meist Unzufriedenheit und Gereiztsein die Folge. Das das kann am Ende bis zu Schlafstörungen, Erschöpfungszuständen und zum derzeit viel diskutierten Burn-Out-Syndrom führen.

Um Ihnen die Abläufe der körperlichen Reaktionen etwas zu verdeutlichen, lehne ich mich an eine kleine Geschichte Weiterlesen

Was kann ich aktuell tun bei „hoch gekochtem“ Stress?

Wer meint, eine Situation nicht kontrollieren zu können, neigt dazu, sich in allen möglichen Farben und Formen, den Ausgang bildlich vorzustellen, bis hin zu schlimmsten Ereignis. Der Körper fährt parallel all seine Stresshormone hoch! Das Herz rast, die Atmung wird schneller, evtl. beginnen wir zu zittern. Immer wieder kreisen die Gedanken um diese Sache. Umso mehr wir darüber nachdenken, umso schlimmer kann das Szenario aussehen. Für unser Gehirn ist es gleich, ob etwas wirklich eingetreten ist oder dies nur in unseren Gedanken stattfindet.
Aber Sie sind diesen Gedanken nicht hilflos ausgeliefert, auch wenn es im ersten Moment so scheint. Gegensteuern können Sie üben. Vielleicht sagen Sie: „Das ist nicht leicht“. Mag sein. Trotzdem können sie Sie es versuchen. Die nach folgende Checkliste „Was kann ich aktuell tun bei „hoch gekochtem“ Stress?“ hält für Ihr eigene Weiterlesen