Kinder wollen landen

Eine Szene an einem Sonntagnachmittag. Ein Paar sitzt mit der 6 jährigen Tochter Sophie in einem Ausflugslokal. Nach dem Essen geht Sophie zum kleinen Spielplatz des Lokals in Sichtweite.

Die Eltern haben „endlich“ Zeit, einen schon länger schwelenden Konflikt wegen der nächsten Urlaubsreise zu erörtern. Es wird etwas hitzig, zu viele Missverständnisse und unterschiedliche Wünsche…

Nach einigen Minuten kommt Sophie angerannt, um Ihren Eltern stolz ein Matchbox-Auto zu zeigen, dass sie im Sand ausgebuddelt hat. Beide Eltern schenken ihr jedoch keine Aufmerksamkeit, worauf sie zunehmend quengelt, gehört zu werden und ihren Fund zeigen zu können.

Da die Eltern in ihrem Streit gefangen sind, schlägt Sophie wütend mit dem Auto auf den Tisch. Eine Flasche fällt um und ein Glas und ein Teller gehen zu Bruch.

Die Mutter schreit Sophie an, diese rennt weinend davon, gefolgt von ihrem Vater.

Im Flugzug unterwegs…

Eine weitere Szene: Ein Flugzeug mit 180 Passagieren ist von einem Flughafen aus einer Urlaubsinsel im Mittelmeer kommend im Landeanflug auf einen deutschen Weiterlesen

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine – wie kann ich mit meinen Ohmachts-Gefühlen umgehen

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine lässt kaum jemanden unberührt. Je nach innerer Stabilität und Alter bewegt es viele in sehr starkem Maße. Ältere Menschen werden an ihre Kindheit und Jugend im 2. Weltkrieg und der entbehrungsreichen Nachkriegszeit erinnert.

Jüngere Menschen, die Krieg, Zerstörung und Tod nur aus Film und Fernsehen kennen, werden damit konfrontiert, dass es hier keine SchauspielerInnen sind, die nach dem Fallen der Filmschnittklappe wieder aufstehen. Der Tod in der Ukraine ist brutal, real und unumkehrbar.

Medien zum UkrainekriegEgal ob jung oder alt, wir alle sind einem starken Gefühl von Ohmacht ausgeliefert. Ohmacht und Kontrollverlust sind Weiterlesen

„Das Leben ist das was passiert, während Du gerade etwas anderes planst…“ Andacht zum Ahr-Hochwasser

Im Rahmen unserer seelsorgerischen Hilfe nach der Hochwasser-katastrophe im Ahrtal, in dem ich aufgewachsen bin, habe ich mit meiner

Altenahr, zerstörte Eisenbahnbrücke

 Frau Sabine Ehrlich-Wershofen, Pfarrerin und Klinikseelsorgerin eine Andacht geschrieben, die Sabine am Sonntag, den 15. August 2021 im Camp des Helfer-Shuttle in der Grafschaft für die Helferinnen und Helfer und das Team des Helfer-Shuttles gehalten hat. Franz-Josef Graf hat die Andacht mit seinem Flügelhorn musikalisch untermalt.

Nachfolgend können Sie diese Andacht lesen.

Life is, what happpens, while you’re are buisy making other plans.“

Das Leben ist das, was gerade passiert, derweil Du gerade ganz geschäftig andere Pläne machst.“

Diese Textzeile von John Lennon aus seinem Lied „Beautiful Boy“ trifft es sehr genau.

Wir alle hätten jetzt andere Sachen gemacht, als hier im Ahrtal zu helfen. In der Sonne liegen, nach der Coronapause zu Konzerten gehen, mit unseren Kindern in deren Schulferien viel unternehmen.

Andacht mit Franz Josef mit seinem Flügelhorn

Manche von Euch haben ihren Urlaub abgesagt und ihn hier ins Ahrtal verlegt. Und alle macht ihr hier einen tollen Job.

Das Leben ist das, was gerade passiert, derweil Du gerade ganz geschäftig andere Pläne machst.“ Weiterlesen

Abschied, der zweite… Nach der Beisetzung geht es oft um die Auflösung eines großen Haushaltes

Der erste Abschied von einem geliebten Verstorbenen, die Beisetzung des Sarges oder Urne geht relativ schnell. Der Termin für eine Trauerfeier und eine Bestattung ist in der Regel nach ein oder zwei Wochen festgesetzt. Die Trauer endet damit natürlich nicht.

Danach kommt dann aber für die Hinterbliebenen oft der zweite Abschied, wenn der/die Verstorbene zuletzt allein in der Wohnung oder im Haus gelebt hat.

Dieser zweite Abschied kann viele Wochen und Monate dauern und auch emotinal recht aufwühlend sein. Bei einer gemieteten Wohnung möchte der Vermieter bald wieder vermieten und Sie selbst nicht unnötig lange Miete für eine nicht bewohnte Wohnung zahlen.

Aber auch bei einem eigenen -möglicherweise jetzt geerbten – Haus oder einer Wohnung soll der Wohnraum ja bald wieder in irgendeiner Form genutzt werden.

Also was tun mit all den übrig gebliebenen Dingen Weiterlesen

Der Coronavirus hat uns fest im Griff – Einige Gedanken und Tipps dazu

Grafik Corona-VirusMeine ältere Tochter regte an, ich könne doch aus meiner Sicht etwas zur Corona-Krise schreiben, etwa eine Übung aus dem Autogenen Training vorstellen. Ich habe zuerst abgewunken; das AT sei eher etwas für einen Präsenz-Kurs über 8 Wochen, bald würde doch der Shutdown wieder gelockert und dann ist auch Corona „durch“. Doch die Idee zu diesem Beitrag spukte seitdem in meinem Kopf herum und nahm langsam Gestalt an. Hier ist er nun, zumal uns diese Pandemie doch noch lange begleiten wird, wie die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim schon Anfang April anschaulich erklärt und auch viele Beschränkungen nach dem Beschluss vom 15. April weiter gelten werden. Wir müssen also recht lange weiter damit leben. Wobei ich persönlich denke, die jetzigen Weiterlesen

Selbstverantwortung – Wie ich sie sehe

Zwei Kinder spielen im Kinderzimmer, plötzlich gibt es einen lauten Knall. Erschreckt rennt der Vater hin, das Tablett mit den Keksen und dem Kakao liegt auf dem Boden, eine Tasse ist zerbrochen. Beide Kinder sagen sehr überzeugt: „Ich war das nicht“. Bei Kindern scheint die Ablehnung jeder Verantwortung (noch) die Regel zu sein…

Bei Erwachsenen auch? Eine Klientin „schimpft“ schon seit einigen Sitzungen immer mal wieder, dass ihre Eltern ihr damals nicht erlaubt haben, Gitarre zu lernen, obwohl sie sehr musikalisch ist und im Schulchor mitgesungen hatte. Stattdessen musste sie ab 11 Flöte lernen, bis sie die mit „15 in die Ecke warf“ und nie mehr anrührte. Mein Hinweis, sie könne ja nun sicher Noten lesen und heute als Erwachsene noch eine preiswerte Gitarre kaufen Weiterlesen

Das Tal des Abschieds – Eine Übung zum Seminarabschluss

Heute möchte ich Ihnen und Euch eine Übung vorstellen, die nach einem etwas längeren beruflichen Seminar oder einer Tagung oder auch einem privaten Treffen zum Ende eine strukturierte Rückschau auf die gemeinsame Zeit ermöglicht.
Es geht nicht um eine Wanderung durch eine schöne Landschaft wie das Bild suggeriert, sondern um einen inneren Weg der Rückschau auf die vergangenen Tage und des Ausblicks auf die kommenden.

Das Tal des Abschieds dient dem „Punktsetzen“, dem Bewusstmachen und Reflektieren einer Situation, die die TeilnehmerInnen an unterschiedlichen Punkten „erwischen“ kann. Weiterlesen

Alte Verletzungen brauchen eine Würdigung zur Heilung

Sie kennen DAS vielleicht aus Ihrer eigenen Partnerschaft oder von Freunden.  Unregelmäßig aber beharrlich  beklagt sich ein Partner über eine alte Verletzung. Sie denken genervt, „DAS schon wieder“. Ein Wort gibt das andere…der Abend ist gelaufen.

Warum geschieht das in dieser Form immer wieder?

Meine These für den heutigen Blogbeitrag haben Sie schon in der Überschrift gelesen.

Alte Verletzungen brauchen eine Würdigung, um heilen zu können.

Es ist nicht erstrebenswert, aber es ist normal, das wir uns in unserem alltäglichen Miteinander immer auch mal kränken und verletzen.

Es geht nicht immer ohne Ungerechtigkeiten oder Verletzungen ab. Nicht absichtlich, aber weil wir Menschen Fehler machen, etwas vergessen, unachtsam sind Weiterlesen

Meine neue Webseite www.persoenlichkeitsentwicklung-bonn.de ist online

Meine neue Webseite www.persoenlichkeitsentwicklung-bonn.de zu meinen verschiedenen Angeboten in meiner Praxis in Bonn ist online.

Hier finden Sie alle Kurse und Seminare zu Persönlichkeitsentwicklung und persönlicher Veränderung, die ich  – bis auf wenige Ausbildungen in Kooperation – alle in meiner Praxis in Bonn anbiete. Von verschiedenen Entspannungskursen, für die ich von den gesetzlichen Krankenkassen als qualifizierter Kursleiter anerkannt bin, bis zu Seminaren zu verschiedenen Themen, Ausbildungen und meinem speziellen Veränderungscoaching.

 Meine 10 Jahre alte Seite www.praxis-lebenswege.de ist zunehmend zu unbeweglich für technische Veränderungen geworden und entspricht auch Weiterlesen

Papa, wo bist du? Über die Vätersehnsucht

Unsere Eltern sind die Menschen, die in unserem Leben am stärksten geprägt haben. Besonders in den ersten Lebensjahren ist das Fehlen eines oder sogar beider Elternteile eine tief einschneidende Erfahrung.

Heute soll es in diesem Beitrag um das Fehlen des Vaters gehen. Dazu ein ausführliches Fallbeispiel, an dem sich Vieles zum Thema erläutern lässt:

Dagmar wischt sich die Tränen aus dem Gesicht und sagt: „Irgendwie ist das doch auch alles ernüchternd“. Sie ist über 2 Jahren in Abständen immer wieder zu mir in die Praxis gekommen, um sich mit ihrem damals noch unbekannten Vater auseinanderzusetzen.  Dieser war  in den 60er Jahren mit ihrer Mutter 2 Jahre lang Weiterlesen